Die vom Bundestag verabschiedete Änderung des Einkommensteuergesetzes sieht vor, dass Angestellte den geldwerten Vorteil, der ihnen durch die private Nutzung eines zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn überlassenen Dienstrads entsteht, ab dem 1. Januar kommenden Jahres nicht mehr versteuern müssen

 

Sinis Pedelec Job-Leasing mit dem Arbeitgeber

 

Neuregelung für Mehrzahl der Dienstrad-Nutzer nicht relevant!

De facto wird aber nur ein sehr kleiner Teil der Dienstrad-Nutzer von der Gesetzesänderung profitieren. In vorliegender Form greift die Neuregelung nur, wenn der Arbeitgeber die Aufwendungen für das an den Mitarbeiter überlassene Dienstrad „zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn“ übernimmt (§ 3 Nr. 37 Einkommensteuergesetz – EStG – neue Fassung). Für fast alle der deutschlandweit mehr als 250.000 Dienstrad-Nutzer bleibt es demnach bei der bekannten Versteuerung nach der sogenannten 1 %-Regel.

 

Elektrofahrzeuge nur noch mit 0,5% zu versteuern

Ebenfalls beinhaltet die Gesetzesänderung den Aspekt der reduzierten Versteuerung für Elektrofahrzuge (nicht Pedelecs!): „Dies würde auch eine Schlechterstellung von Dienstfahrrädern und -E-Bikes gegenüber Elektroautos bedeuten, die laut Neuregelung ab 2019 nur noch mit 0,5 Prozent versteuert werden müssen. Dass ein SUV mit Alibi-Hybrid steuerlich entlastet wird, Fahrräder und Pedelecs aber nicht – das kann eigentlich nicht die Intention des Gesetzgebers gewesen sein.“ (Zitat Tumat, JobRad)

 

 

Arbeitgeber Leasing

Arbeitgeber Leasing

 

Inhalte der Neureglung:

  • Die Neuregelungen treten am 01.01.2019 in Kraft und gelten zunächst nur bis 31.12.2021.

  • Der Arbeitnehmer, dem zusätzlich zum Arbeitslohn ein (Elektro-)Dienstrad zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt wird, muss dieses in Zukunft nicht mehr versteuern.
     
  • Die meisten (Elektro-)Diensträder werden derzeit aber über eine Gehaltsumwandlung geleast. Für sie gilt weiterhin die 1 %-Regelung.
     
  • Elektrokraftfahrzeuge, zu denen ab 2019 auch Elektrofahrräder zählen und die Geschwindigkeiten über 25 km/h (S-Pdelecs) erreichen, werden damit in der Anschaffung günstiger als „echte“ Fahrräder bzw. Pedelecs : Sie sind nur mit 0,5 % zu versteuern.

 

 

Arbeitgeber Leasing

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Fazit:

Letztendlich werfen die Neuregelungen zahlreiche Fragen auf. Von einer „Lösung“ kann kaum gesprochen werden. Abzuwarten bleibt insbesondere, ob für die Versteuerung der im Rahmen einer Entgeltumwandlung überlassenen betrieblichen (Elektro-)Fahrräder weiterhin die 1%-Regelung auf Grundlage der gleich lautenden Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 23.11.2012 (BStBl. 2012 I, S. 1224) anzuwenden ist.

Dies würde allerdings zu dem absurden Ergebnis führen, dass Elektrofahrräder, die als Kraftfahrzeuge einzuordnen sind, und sogar echte Elektrokraftfahrzeuge nach der gesetzlichen Regelung für den Steuerzahler „günstiger“ – da jedenfalls bei Anschaffung ab 01.01.2019 nur mit 0,5% des Listenpreises zu versteuern – sind als echte Fahrräder. Ob dies tatsächlich gewollt ist, ist vor dem Hintergrund, dass nach dem BMF an sich eine Steuerbefreiung der privaten Nutzung betrieblicher Fahrräder bezweckt war, fraglich.

Ob der Gesetzgeber hier „nachbessert“ oder sich die Finanzverwaltung hierzu aufgefordert fühlt, bleibt offen. (BusinessBike)

 

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